Daniel Abt ist die deutsche Formel E Hoffnung

Er hat es es perfekt gemacht: Daniel Abt hat das Formel E Rennen in seiner Heimatstadt Berlin gewonnen. Schon bei der Qualifikation auf dem Renngelände am Flughafen Tempelhof hatte sich gezeigt, dass Abt gute Chancen hatte – er fuhr auf Pole-Position. Das war bereits seine zweite Pole in dieser Saison. Mit dem Sieg schaffte es Abt auf die vierte Position, führend ist nach dem Berkin-Rennen nach wie vor Jean-Eric Vergne vor Sam Bird und Felix Rosenqvist. Das Berlin-Rennen ist das einzige deutsche Rennen in der ich recht jungen Formel E Klasse.

Dennoch setzen aber sowohl bekannte Fahrer als auch Autohersteller auf die Elektro-Boliden. Mercedes hatte im vergangenen Jahr angekündigt, sich aus der DTM zu verabschieden, weil man sich mehr der Formel E widmen wolle. In dieser neuen Rennklasse sitzen durchaus erfahrene Piloten am Steuer, zum Beispiel Nick Heidfield und Sebastian Buemi, die beide Formel 1 Erfahrung haben. Chancen auf den WM Sieg dürfte Abt aber keine haben, mit seinen 85 Punkten ist er zu weit von Vergne entfernt, der mit 162 Punkten einen so komfortablen Vorsprung hat, dass ihm selbst der zweitplatzierte Sam Bird kaum noch gefährlich werden kann.

Die Formel E wurde im Jahr 2014 eingeführt und besteht derzeit aus zehn Teams mit 14 Fahrern. Sie ist Teil der internationale FIA-Rennserie und eine offizielle FIA-Veranstaltung. Sie hat einige Veränderungen gegenüber der Formel 1. So werden in der Formel E zwei Fahrzeuge pro Fahrer verwendet, weil keine Zeit für das Aufladen der Akkus vorhanden ist. Außerdem können die Fans ihre Fahrer unterstützen – wer die meisten Stimmen bekommt, darf beim nächsten Rennen 100KJ extra verwenden.

Das verwendete Auto ist ein Spark-Renault SRT 01E, den in der ersten Saison alle benutzten. Mittlerweile dürfen die Teams aber Modifikationen vornehmen, solange Batterie und Chassis nicht verändert werden. Das hat vor allem viele Innovation bei der Motorentwicklung mit sich gebracht.