Vorbereitungen auf Olympia

Bei den deutschen Schützen laufen so langsam die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele in Tokio an, auch wenn diese erst in zwei Jahren stattfinden. Beim Weltcup konnten die Nachwuchstalente schon einmal zeigen, was sie können und die alten Hasen beweisen, dass sie noch nicht zum alten Eisen gehören. Die Veranstaltung war aber auch eine gute Möglichkeit um zu sehen, wie man international steht. Denn eines ist klar: Die jetzt schon starken Chinesen werden international noch weiter zulegen und die Deutschen können sich nicht auf dem Ruhm der vergangenen Jahre ausruhen. Barbara Engleder, die bei den letzten olympischen Spielen die Goldmedaille holte, hat das Gewehr an den Nagel gehängt und wird in Tokio nicht mehr dabei sein.

Straub hat Potenzial

Eines der Talente ist Daniel Brodmeier, welcher bei den Spielen in Rio de Janeiro im Gewehrschießen immerhin Vierter wurde. Er ist mit 31 Jahren auch nicht mehr der Jüngste, aber dennoch eine feste Größe im deutschen Team. Bei der WM im Liegendschießen 2016 gewann er immerhin die Silbermedaille.

Große Hoffnungen ruhen auf der 26 jährigen Isabella Straub. Sie hatte sich zwar in den ersten Runden des Weltcups gut geschlagen, für die Finalrunde reichte es dann aber nicht. Bester Deutscher war Christian Reitz, der beim 10 Meter Pistolenschießen die Silbermedaille gewann. Das gelang auch Oliver Reis beim Schnellschießen mit der Pistole über 25 Meter. Das waren dann aber auch die einzigen beiden Medaillen der Deutschen beim Weltcup. Die meisten hatte China (insgesamt 12) vor der Ukraine mit 4 und Russland mit 3 Medaillen.

Hätten es Brodmeier und Straub ins Finale geschafft, wäre ihnen ein Platz im Olympia Team sicher gewesen, allerdings war die Konkurrenz wohl zu stark. Sie haben jetzt noch Chancen, sich bei den anderen Weltcup Events zu beweisen. Vielleicht war der Heimvorteil nicht für alle Deutschen geben – einige beschwerten sich, dass es zu viel Ablenkung gab. Und erstmal mussten die Frauen auch so oft wie die Männer schießen, nämlich 60 Mal.