Schießsport

Das Sportschießen ist ein sehr diverser Sport, der in Deutschland, aber auch vielen anderen Ländern sehr viele Anhänger hat. Ziel bei allen Formen des Sportschießens ist es, über eine gewisse Distanz ein Ziel mit einer Schusswaffe möglichst in der Mitte zu treffen. Dafür ist vor allem Konzentration nötig. Die Auswahl an Schusswaffen und an Distanzen ist aber sehr groß und Ursache für die große Diversität der Sportart. Gebräuchlich sind Wettkämpfe mit Bogen, Armbrust, Gewehr oder Pistole.

In Deutschland verschwand der Schießsport mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs fast komplett. Die Wiederbelebung begann im Jahre 1951 mit der Wiedergründung des Deutschen Schützenbunds. In der Folge wurden auch auf Landes-, Bezirks- und Kreisebene wieder Strukturen für den Schießsport geschaffen. Für Wettbewerbe werden die Schützen in eine Vielzahl unterschiedliche Kategorien unterteilt, welche auf dem Alter der Schützen und Teilweise auch dem Geschlecht basieren. Während das Schießen üblicherweise als Einzelsport ausgetragen wird existieren auch Wettbewerbe für Mannschaften. Auf Kreis- und Bezirksebene werden die Mannschaftswettkämpfe in Vierer-Teams ausgetragen, auf Landes- und Bundesebene in 5er- Teams. Analog zum Fußball existiert auch beim Schießen ein eigenes Liegensystem. Für Schützen oder Schützenmannschaften ist es somit möglich, von einer Liga in die nächst höhere aufzusteigen oder in die nächst niederere abzusteigen.

Die Schützen sind, innerhalb der Kategorie, weitgehend frei in der Auswahl der Waffe. Auf Grund der geltenden Regeln werden jedoch Wettbewerbe für Jugendliche ausschließlich mit Luftdruckwaffen ausgetragen.

Obwohl der Schießsport in Deutschland relativ verbreitet ist, wird er von vielen als Randsportart angesehen. Grund dafür ist in erster Linie darin zu sehen, dass der Schießsport sehr aktiv ist, jedoch kaum in den Medien stattfindet. Damit ist die Sichtbarkeit des Schießsportes in Deutschland sehr gering.

Je nach Wettbewerb werden die Schützen nach Geschlecht getrennt oder nicht. An den olympischen Spielen werden die Geschlechter seit 1984 getrennt, davor wurden gemeinschaftliche Wettkämpfe ausgetragen.