Naske verteidigt Titel bei deutschen Kleinboot-Meisterschaften

Die Besten der deutschen Ruderer sind am vergangenen Wochenende zu den Deutschen Meisterschaften im Kleinen Boot auf dem Baldeneysee in Essen gefahren. Die Rennen fanden unter sonnigen, aber windigen Bedingungen statt, mit Veranstaltungen von Junioren über Para bis hin zu offenen und leichten Elite-Events.

Viele der Favoriten schafften es, ihre Titel zu verteidigen, darunter auch der Herren-Single-Skuller Tim Ole Naske. Das Rennen wurde von Anfang an gewonnen, als Naske in Führung ging und alle Versuche der Zweitplatzierten Stephan Krueger und Oliver Zeidler, der als Dritter ins Ziel fuhr, abwehrte. Naske hat eine beeindruckende Karriere hinter sich, seit er 2013 als Junior in die World Rowing-Szene kam und den Titel im Herren-Doppel gewann. Wegen Krankheit war er unsicher, ob er dieses Jahr an den Start gehen würde.

“Das war heute eine absolute Teamleistung. Vor zwei Monaten wollte ich diese Saison nicht rudern und bin jetzt Deutscher Meister”, sagte Naske. “Ich wurde in den letzten Wochen völlig frei gehalten und konnte mich in der neuen Trainingsgruppe und mit einem neuen Trainer perfekt vorbereiten. Technisch gesehen war es nicht das beste Rennen, aber ich hielt Schritt und kämpfte in den richtigen Momenten.”

Bei den Damen führte Annekatrin Thiele, Olympiasiegerin im Vierer, das Podium an. Thiele geht in der Single-Saison 2017 erfolgreich an den Start, nachdem sie viele Jahre lang ein wichtiges Mitglied der deutschen Damen-Vierspänner war. Thiele überquerte die Ziellinie mit neun Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierte Carlotta Nwajide.

“Das Rennen verlief wie geplant. Allerdings gibt es noch ein wenig Raum für Verbesserungen, vor allem bei Wind. Aber ich konnte mich von Rennen zu Rennen verbessern und bin sehr zufrieden”, so Thiele.

Bei den leichten Einer der Herren und Damen gewannen erneut zwei Titelverteidiger. Jason Osborne, international bekannt für seine Leistungen im leichten Herren-Doppel schaffte es, Angriffe der Konkurrenz abzuwehren und die Ziellinie gut zu überqueren. Auch Leonie Pless hat das Rennen frühzeitig in den Griff bekommen und konnte mit dem Wind am besten umgehen.