Medaillenchancen für die deutschen Skispringer

Im Februar werden wohl die politischen Spannungen zumindest in Korea etwas geringer werden und der Sport im Mittelpunkt stehen: Die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang gelten auch als Auszeit in Korea-Krise. So wie sich die Bürger Hoffnungen auf etwas Frieden machen, wollen auch die deutschen Skispringer wieder zurück an die Weltspitze und einige Medaillen holen.

Nimmt man die Vierschanzentournee als Indikator, dann stehen die Zeichen gut. Die deutsche Mannschaft hat eines der besten Ergebnisse der vergangenen Jahre hingelegt. Richard Freitag galt sogar als Top-Favorit, musste sich aber dem Polen Stoch geschlagen geben, der sich einfach keinen Fehler erlauben wollte. Der Sturz in Innsbruck beendete Freitags Tournee, er soll aber für Olympia wieder fit sein.

Weitere Hoffnungen liegen auf den anderen Teammitgliedern der deutschen Mannschaft. 15 Athleten und Athletinnen haben sich bereits schon qualifiziert: Katharina Althaus, Markus Eisenbichler, Gianina Ernst, Richard Freitag, Karl Geiger, Stephan Leyhe, Pius Paschke, Constantin Schmid, Juliane Seyfarth, , Ramona Straub, Carina Vogt und Andreas Wellinger. Für Svenja Würth wird der Medaillentraum aber nicht in Erfüllung gehen: Nach einem Kreuzbandriss ist ihre Saison bereits beendet.

Geht man nach den Weltcuppositionen, haben bei den Männern sowohl Freitag als auch Wellinger die besten Chancen auf ein Podium in Pyeongchang. Nach nach der Vierschanzentournee stehen sie noch immer oben und haben eigentlich nur Kamil Stoch als großen Konkurrenten. Aber wie man in Innsbruck gesehen hat ist eine gute Form nicht alles, und die Schanzen in Südkorea sind den meisten nicht vertraut. Allerdings hatte Andreas Wellinger hier bereits in 2017 im Nachtspringen einen zweiten und einen dritten Platz belegen können.

Auch bei den Frauen kann man auf Gold oder Silber hoffen. Beim Saisonauftakt sind Katharina Althaus und Carina Vogt bereits aufs Podium gesprungen und man kann auch ohne Svenja Würth darauf hoffen, dass die Mannschaft auch in Korea sich so stark zeigt wie bislang bei den Weltcupwettbewerben in der laufenden Saison.