Leichtathletik in Deutschland

Die Königsdisziplinen im Schattendasein

Unter allen Sportarten unserer Welt besitzt die Leichtathletik ohne Zweifel die größte Tradition. Schon in der Antike hatten die Alten Griechen die Möglichkeit, sich in Disziplinen wie dem Lauf, dem Ringen oder dem Wurf von Gegenständen zu messen. Die Olympischen Spiele waren geboren. Trotz weltweiter Beliebtheit fristet die Leichtathletik in Deutschland eher ein Schattendasein. Fußball und andere Ballsportarten sind beim Publikum weitaus beliebter. Trotzdem gelingt es deutschen Athleten immer wieder, bei internationalen Turnieren Erfolge einzufahren. Traditionell stark sind die Deutschen unter anderem in Disziplinen wie Diskuswurf, Hochsprung und Kugelstoßen. Auf eine richtige Förderung müssen junge Sportler dennoch häufig verzichten.

Wo die besten Deutschlands gegeneinander antreten

Organisiert ist die deutsche Leichtathletik in einem eigenständigen Verband, dem DLV. Athleten, die sich bei einem internationalen Wettkampf beweisen wollen, müssen sich zuerst durch das Verfahren beim DLV kämpfen. In jeder Disziplin werden Zeiten oder Leistungen festgelegt, die ein Athlet erreichen muss, um zum Beispiel zu einer Europameisterschaft fahren zu können. Mit den Deutschen Meisterschaften gibt es einen regelmäßigen Wettkampf, bei dem schließlich die besten Deutschen gekürt werden. Grundsätzlich ist es leider so, dass nur die wenigsten Leichtathleten in Deutschland alleine von ihrem Sport leben können. Viele sind auf eine finanzielle Unterstützung durch die Sporthilfe angewiesen.

Erfolge bei den letzten Olympischen Spielen

Die Letzten Olympischen Sommerspiele wurden in der brasilianischen Stadt Rio de Janeiro ausgetragen. Für das deutsche Team stand am Ende ein guter 7. Platz im Medaillenspiegel, den die Athleten mit Kroatien teilen mussten. Besonders hervorzuheben war dabei die Goldmedialle im Speerwerf, die der Sportler Thomas Röhler gewinnen konnte. Vielleicht noch unerwarteter kam das Gold für Christoph Harting, den Bruder des eigentlichen Favoriten Robert Harting. Dieser hatte sich erst gar nicht für das Finale qualifizieren können. Die WM im Folgejahr gehörte dann übrigens wieder Robert, der seinen Bruder überflügeln konnte.