Cambridge gewinnt das diesjährige Boat Race

Die Universität von Cambridge hat auch dieses Jahr wider das traditionelle Bootrennen gegen den Erzrivalen der Universität in Oxford gewonnen. Sie legten die Rennstrecke in 17 Minuten und 51 Sekunden zurück und waren am Ende 3 Bootslängen schneller als die Konkurrenz aus Oxford. Das traditionelle Bootrennen, offiziell ganz einfach „Boat Race“ genannt, findet seit 1829 statt, seit 1956 wird es jährlich durchgeführt. Ausgetragen wird es auf der Themse in London. Die Rennstrecke ist 6,8 Kilometern lang und als Wettkampfboote werden Ruder-Achter verwendet. Mit dem diesjährigen Sieg liegt das Team aus Cambridge bei 83 Siegen, während das Team aus Oxford mit 80 Siegen zurückliegt.

Enttäuscht von der Niederlage von Oxford war auch ein Deutscher, Claas Mertens, der ursprünglich aus Hamburg stammt, aber in England aufgewachsen ist. Für den 26 jährigen Spitzensportler war das Rennen zugleich auch Abschluss seiner Kariere, zu deren Höhepunkte ein Sieg an den Weltmeisterschaften 2015 zählte. Trotz der Niederlage bezeichnete der Sportsmann das Rennen als würdigen Abschluss seiner Kariere.

Neben dem traditionellen Rennen für Männer findet seit 1927 auch ein „Boat Race“ der Frauen statt. Das Rennen findet am selben Tag, auf derselben Strecke, eine Stunde vor dem Rennen der Männer statt. Auch hier hat Cambridge dieses Jahr wieder gewonnen und auch hier führt Cambridge in der Gesamtwertung, mit 43 zu 30 Siegen sogar deutlich. Das Rennen dauerte hier mit 19 Minuten und 10 Sekunden etwas länger, der Vorsprung war dafür mit 7 Bootslängen umso klarer.

Das Rennen ist bei den Studenten und Absolventen beider Universitäten sehr beliebt, aber auch sonst finden sich immer mehr begeisterte Fans. Dieses Jahr waren es wieder 250000 Zuschauer, die den Wettstreit verfolgten. Der Zuschauerrekord wurde im Jahre 2009 erreicht, als 270000 Zuschauer das Rennen vor Ort verfolgten, weitere 15 Millionen Menschen verfolgten das Rennen damals am Fernsehen. Trotz der großen Beliebtheit ist das Rennen noch immer ein Amateurrennen, ein Preisgeld gibt es nicht zu gewinnen.