2018 geht Deutschland im Speed Skating leer aus

Die Deutschen können sich nicht so recht für das Speed Skating erwärmen. Liegt dies am mangelnden Nachwuchs oder fehlt dieser, weil die Sportart ein öffentliches Schattendasein führt? Die fünffache Olympiasiegerin Claudia Pechstein belegte bei den Olympischen Spielen 2018 nur den achten Platz. Aber dies im Alter von 46 Jahren. Noch ist kein Talent in Sicht, das ihr das Wasser reichen könnte. Für die Deutschen reichte es 2018 zu keiner Medaille im Speed Skating.

Ursprung des Speed Skating

Die erste historische Erwähnung des Skatens geht auf das Jahr 1134 in Dänemark zurück. Holland hingegen beansprucht für sich die Pionierschaft. Man nutzte diese Form der Fortbewegung, um im Winter über zugefrorene Kanäle die nächsten Dörfer zu erreichen. Mögen sich die Nationen um die Vorherrschaft streiten, archäologische Funde aus der Bronze- und Steinzeit zeigen aus Knochen gefertigte Laufbögen. Der Start zur sportlichen Disziplin vollzog sich England. Der 1742 gegründete Edinburgh Skating Club gilt als erster Eislaufverein der Welt. 1876 wurde in London die erste Kunsteisbahn erbaut.

Früher Wettbewerb

In den Niederlanden soll 1676 der erste bekannte Eislaufwettbewerb stattgefunden haben. Die ersten offiziellen Wettkämpfe im Eisschnelllauf fanden jedoch erst 1863 in Oslo, Norwegen, statt. Die ersten Weltmeisterschaften wurden 1889 in den Niederlanden ausgetragen. Daran nahmen niederländische, russische, amerikanische und englische Teams teil.

Start als olympische Disziplin

Sein olympisches Debut erhielt Speed Skating 1924 bei den Winterspielen in Chamonix, Frankreich. Dazu waren nur Männer zugelassen. 1932, bei den Lake Placid Games, durften Frauen am Eisschnelllauf teilnehmen, jedoch nur als Schaulauf. Erst 1960 bei den Spielen in Squaw Valley wurde das Eisschnelllaufen der Frauen offiziell als olympische Disziplin aufgenommen.

Speed Skating Duell

Generell wurden die Wettkämpfe nach europäischer Art ausgetragen: Zwei Skater treten gegeneinander an. Bei den Olympischen Winterspielen 1932 in Lake Placid, USA, organisierten die Amerikaner Wettkämpfe im amerikanischen Stil, das bedeutet mit einem Massenstart. Viele europäische Sportler boykottierten diese Form. Dies gab den Amerikanern die Chance, mit vier Goldmedaillen aus diesem Wettkampf hervorzugehen. Aus diesem System wurde der Kurzstrecken-Eisschnelllauf abgeleitet, der erstmals 1992 in Albertville in das olympische Programm Zugang fand.